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Das Fotografiemuseum von Antananarivo

Das Fotografiemuseum von Antananarivo, gelegen in Anjohy (Andriamanalina-Straße, zwischen der Kathedrale Saint-Laurent und der Kaserne, unterhalb des Rova), ist ein unverzichtbarer Ort für alle, die die Geschichte der Insel durch Bilder entdecken möchten. Untergebracht in der ehemaligen Residenz der Bürgermeister, besticht dieses überschaubare Museum durch seine Authentizität und den Reichtum seiner Archive.

Die madagassische Kultur: Traditionen, Ahnen und Vielfalt

Ein Mosaik von Völkern aus nahen und fernen Migrationen – die madagassische Kultur ist das Ergebnis einer Verbindung afrikanischer, asiatischer, arabischer und europäischer Einflüsse. Sie hat sich im Laufe der Geschichte und durch die Vielfalt der ethnischen Gruppen Madagaskars entwickelt. Die Ahnen nehmen einen bedeutenden Platz ein, ebenso wie Rituale, Tabus und bestimmte soziale und religiöse Praktiken. Madagaskar wird oft als das Land der Ahnen bezeichnet, in dem die Erinnerung und die aus Indonesien und Afrika überlieferten Traditionen weiterhin präsent sind.

Die Roten Tsingy von Madagaskar

Etwa zwei Autostunden südlich von Diego Suarez entfernt, erstrecken sich die Roten Tsingy inmitten der Region Diana und bieten ein beeindruckendes Landschaftsbild. Im Gegensatz zu den berühmten Tsingy von Bemaraha oder Ankarana verdanken diese Formationen ihren Namen ihrer rötlichen Färbung, ihrer zerbrechlichen Struktur und ihrer ganz eigenen Entstehungsgeschichte. Nach dem Verlassen der RN6 führt eine 18 km lange Piste durch trockene Ebenen und Eukalyptusplantagen, die zur Holzkohlegewinnung genutzt werden. Der Zugang ist deutlich einfacher als bei anderen Tsingy, was sie zu einem beliebten Ausflugsziel für Besucher des Nordens macht.

Nationalpark Montagne d’Ambre : Ein grünes Juwel im Norden Madagaskars

Etwa 40 Kilometer südwestlich von Diego Suarez liegt der Nationalpark Montagne d’Ambre, der älteste Nationalpark Madagaskars. Er wurde 1958 gegründet und erstreckt sich über rund 18.200 Hektar auf einem vulkanischen Massiv, das bis zu 1.475 Meter hoch ist. Bedeckt von einem tropischen Regenwald, der dem im Osten der Insel ähnelt, bildet er eine grüne Oase in einer ansonsten trockenen Region und zieht durch sein Mikroklima ständig Wolken an. Diese klimatische Besonderheit begünstigt eine außergewöhnliche Artenvielfalt mit einem hohen Anteil an endemischen Pflanzen und Tieren.

Savika: Tradition und kultureller Wert

Der Savika ist eine traditionelle madagassische Praxis, die aus der Region Betsileo in den Hochländern stammt, insbesondere aus der Gegend um Ambositra. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung zwischen einem Mann (genannt mpisavika) und einem Zebu, bei der das Tier nicht getötet wird. Der Mann versucht, sich an dem Buckel oder dem Hals des Tieres festzuhalten und so lange wie möglich durchzuhalten. Diese Tradition, die zwischen Stierkampf und Rodeo liegt, zeichnet sich durch den Respekt gegenüber dem Tier aus.

Nosy Tanikely, ein marines Juwel vor Nosy Be

Einige Kilometer südöstlich von Nosy Be, im Mosambik-Kanal, liegt Nosy Tanikely – eine kleine, unbewohnte Insel von etwa 3,4 km². Ihr Name bedeutet auf Madagassisch „Insel des kleinen Landes“ und spiegelt ihre bescheidene Größe wider, doch ihre Unterwasserwelt ist von erstaunlichem Reichtum. Seit 2010 gehört die Insel zum marinen Nationalpark und ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele rund um Nosy Be.

Das wilde Heiligtum Nordost-Madagaskars: Masoala-Nosy Mangabe

Der Nationalpark Masoala-Nosy Mangabe liegt in der Region Sava im Nordosten Madagaskars und zählt zu den größten und wertvollsten Naturschutzgebieten des Landes. Er erstreckt sich über mehr als 2.300 km² tropischen Regenwalds und 100 km² geschützter Meereszonen und umfasst auch das Sonderreservat Nosy Mangabe – eine 5,2 km² große bewaldete Insel in der Antongil-Bucht. Der 1997 gegründete Park liegt auf einer weitgehend unberührten Halbinsel und beherbergt einige der letzten wirklich wilden Naturgebiete Madagaskars.

Das Zafimaniry-Dorf: Erbe, Kultur und Handwerkskunst

Eingebettet in die bewaldeten Berge im Südosten des zentralen Hochlands von Madagaskar, etwa vierzig Kilometer von Ambositra entfernt, gehören die Dörfer der Zafimaniry zu den authentischsten und abgelegensten des Landes. Nur zu Fuß erreichbar und oft in Nebel gehüllt, wirken diese über die Berghänge verstreuten Weiler wie aus der Zeit gefallen. Die Zahl der Zafimaniry wird auf etwa 25.000 geschätzt – eine Bevölkerungsgruppe, die aus den Betsileo hervorgegangen ist und sich in diesen Höhen niedergelassen haben soll, um der Zwangsrekrutierung durch Königin Ranavalona I. zu entkommen. Abgeschottet von der Außenwelt entwickelten sie ein einzigartiges handwerkliches Können in der Holzbearbeitung, das eng mit ihrer Geschichte verbunden ist.

Treffen Sie den echten King Julien auf Madagaskar

Bekannt für seine wilden Tänze und seinen Schlachtruf „I like to move it, move it!“, wurde King Julien durch die Madagascar-Filme zur Kultfigur. Doch hinter dieser farbenfrohen Figur steckt ein echter Star der Insel: der Katta-Lemur – oder Ringelschwanzmaki.

Das Andringitra-Massiv und sein Nationalpark

Das Andringitra-Massiv liegt im südlichen Zentrum Madagaskars, in der Region Haute Matsiatra, etwa 47 km südlich der Stadt Ambalavao. Es handelt sich um ein beeindruckendes Granit- und Gneismassiv, ideal für lange Wanderungen, sportliche Klettertouren und Begegnungen mit den Betsileo und Bara, die in den umliegenden Dörfern leben und deren Lebensweise bemerkenswert authentisch und gut erhalten ist.