Westmadagaskar
Hohe Baobabs prägen die Landschaft und ein Labyrinth aus Stein birgt eine eigene Welt. Hier erleben Sie Madagaskar in seiner ursprünglichen Form.
Viele Landschaften werden nur betrachtet. Die des Westens müssen Sie sich erschließen. Hier hat sich die Erde zu einer Formation aus Kalkstein aufgefaltet: die Tsingy de Bemaraha. Die Erkundung der scharfkantigen Felsnadeln ist keine einfache Wanderung, sondern eine Reise in eine 165 Millionen Jahre alte Erdgeschichte.
Die Reise führt weiter in die trockenen Laubwälder von Kirindy. Bei Einbruch der Dämmerung spüren Sie die scheue Fossa auf, Madagaskars größtes Raubtier. Bei Sonnenuntergang stehen Sie an der Allee der Baobabs, deren Bäume bis zu 800 Jahre alt sind.
Vom langsam fließenden Tsiribihina-Fluss bis zu den Fischerdörfern der Sakalava an der Straße von Mosambik erschließt sich die Region schrittweise. Der Westen ist keine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten. Er zeigt den ursprünglichen Charakter Madagaskars.
Beste Reisezeit
Sehenswürdigkeiten
Fotografien zeigen zwar einen Wald aus Stein, können aber nicht auf die Realität dieses UNESCO-Welterbes vorbereiten. Auf einer Hängebrücke zwischen den Kalksteinklingen begreift man, dass dies keine Landschaft zum Betrachten ist, sondern eine vertikale Welt, die es zu durchqueren gilt.
Dies ist nicht nur eine fotogene Straße, sondern ein Denkmal der Zeit selbst. Steht man bei Sonnenaufgang unter diesen 800 Jahre alten Wächtern, deren gewaltige Silhouetten sich gegen den Himmel zeichnen, spürt man die tiefgreifende Dimension der Geschichte Madagaskars.
Betritt man Kirindy bei Nacht, löst sich die vertraute Welt auf. Der Lichtkegel des Guides erfasst die leuchtenden Augen eines Berthe-Mauslemuren – des kleinsten Primaten der Welt – und man lauscht auf die verstohlenen Bewegungen der Fossa.
Anstatt einer Fahrt über Land kann man den Tsiribihina mit dem Flussboot befahren – eine mehrtägige Reise ins tiefe Landesinnere. Der Fluss selbst ist das Ziel und offenbart Steilklippen, Wasserfälle und Dörfer, die auf keinem anderen Weg erreichbar sind.
Die Sakalava-Dörfer sind mehr als nur Küstensiedlungen; sie sind lebendige Archive maritimer Tradition. Man erlebt mit, wie Pirogen von Hand geschnitzt und Netze in der Sonne geflickt werden, und taucht in einen Alltag ein, der nicht von Uhren, sondern von den Gezeiten bestimmt ist.
Kivalo wird zugunsten der größeren Monumente des Westens oft übersehen, bietet aber eine andere Art des Eintauchens. Hier versinkt man in 40°C heißen Thermalquellen, nicht in einem Spa, sondern auf einer Lichtung inmitten von dichtem Busch, wo das lokale Leben ungestört weitergeht.
Häufige Fragen
Ja, die Rundwege beinhalten Klettergurte, Stahlseile (Klettersteige) und Hängebrücken. Eine gute körperliche Fitness und Schwindelfreiheit sind erforderlich, jedoch variieren die Rundwege im Schwierigkeitsgrad.
Die Reise erfolgt mit Allradfahrzeugen auf unbefestigten Pisten. Die Fahrt von Morondava nach Bekopaka (Tsingy) ist eine Ganztagesfahrt, die oft durch eine Übernachtung in der Nähe des Kirindy-Waldes unterbrochen wird, was die Reise zu einem Teil des Erlebnisses macht.
Die beste Beobachtungszeit ist während ihrer Paarungszeit im Kirindy-Wald von Oktober bis November. Sichtungen sind ganzjährig möglich, besonders bei Nachtwanderungen.
